Website ohne Cookie-Banner: Geht das?
Viele Betriebe halten das Cookie-Banner für Pflicht. Oft ist es nur die Folge von Diensten, die die Website gar nicht braucht. Was ein Banner auslöst und wie Sie ohne auskommen.
Ratgeber von ahrweb, Stand 20. Oktober 2026.
Kurz gesagt.
Ja, eine Website kann ohne Cookie-Banner auskommen, wenn sie nichts auf dem Gerät der Besucher speichert oder ausliest, was nicht unbedingt nötig ist. Das gelingt, wenn sie auf Tracking, Werbe-Pixel und eingebettete Drittanbieter-Inhalte verzichtet und Schriften selbst hostet. Für viele Handwerksbetriebe, Praxen und Cafés ist das ohne Nachteil machbar.
Wann ein Banner nötig ist.
Maßgeblich ist in Deutschland § 25 des Telekommunikation-Digitale-Dienste-Datenschutz-Gesetzes (TDDDG, bis Mai 2024 TTDSG). Danach braucht es eine Einwilligung, bevor Informationen auf dem Endgerät gespeichert oder von dort ausgelesen werden, es sei denn, das ist für den gewünschten Dienst unbedingt erforderlich. Cookies sind dabei nur ein Fall; Local Storage oder Fingerprinting zählen genauso.
Typische Auslöser für ein Banner sind Google Analytics und andere Statistik-Dienste mit Cookies, Meta- oder Google-Ads-Pixel, eingebettete YouTube-Videos und Google-Maps-Karten, Schriften direkt von Google-Servern, Chat-Widgets und manche Buchungs- oder Bewertungs-Widgets. Nicht einwilligungspflichtig sind in der Regel technisch nötige Speicherungen, etwa ein Warenkorb, eine Anmeldung oder die Speicherung der Banner-Entscheidung selbst.
Das ist eine Orientierung, keine Rechtsberatung. Für Ihren Einzelfall sind Datenschutzbeauftragte oder Anwälte die richtigen Ansprechpartner.
So kommt eine Website ohne aus.
- Schriften selbst hosten: Die Schriftdateien liegen auf Ihrem Server statt bei Google. Das ist schneller und überträgt keine IP-Adressen an Dritte.
- Karte als Link oder Bild: Statt einer eingebetteten Google-Karte ein Kartenbild mit Link „Route planen“. Wer klickt, öffnet Maps selbst.
- Videos per Klick laden: Ein Vorschaubild, und erst nach dem Klick wird das Video geladen, mit Hinweis.
- Formulare ohne Fremddienst: Anfragen gehen über Ihren eigenen Server per E-Mail, ohne eingebettetes Formular eines Drittanbieters.
- Bewertungen als Text: Zwei, drei Google-Bewertungen als Zitat mit Link zum Profil statt eines Widgets.
- Kein Werbe-Pixel: Wer später Anzeigen schaltet, braucht dafür eine Einwilligung. Das lässt sich nachrüsten, wenn es so weit ist.
Und die Besucherzahlen?
Ganz ohne Zahlen muss niemand bleiben. Cookielose Statistik-Dienste, etwa die Web Analytics von Cloudflare oder selbst gehostete Lösungen wie Plausible oder Matomo in einer cookielosen Einstellung, zeigen Seitenaufrufe, Herkunft und beliebte Seiten ohne Speicherung auf dem Gerät. Ob ein Dienst ohne Einwilligung eingesetzt werden darf, hängt von seiner Konfiguration ab und gehört in die Datenschutzerklärung. Für einen kleinen Betrieb genügt oft schon die Frage im Gespräch: „Wie sind Sie auf uns gekommen?“, und die Zahl der Anfragen über das Formular.
ahrweb.de selbst nutzt Google Analytics nur nach Zustimmung und zeigt deshalb einen Hinweis; die cookielose Statistik von Cloudflare läuft unabhängig davon. Für Kundenwebsites bespreche ich vor dem Start, welche Variante zu Ihrem Ziel passt.
Checkliste für Ihre Website.
- Öffnen Sie Ihre Website in einem privaten Browserfenster und schauen Sie in den Entwicklerwerkzeugen unter „Speicher“ oder „Application“, welche Cookies vor jedem Klick gesetzt werden.
- Notieren Sie, welche Inhalte von fremden Servern kommen: Schriften, Karten, Videos, Widgets.
- Fragen Sie für jeden Punkt: Brauche ich das, oder gibt es einen Weg ohne Drittanbieter?
- Was bleibt, gehört in die Datenschutzerklärung und gegebenenfalls in eine Einwilligung.
Wenn Sie das nicht selbst prüfen möchten: Im kostenlosen Erstgespräch schaue ich mir Ihre Website an und sage Ihnen, was ein Banner auslöst und was es kosten würde, darauf zu verzichten. Mehr zu Preisen steht unter Was kostet eine Website?
Häufige Fragen.
Ist eine Website ohne Cookie-Banner erlaubt?
Ja, wenn sie nichts auf dem Gerät der Besucher speichert oder ausliest, was für den Dienst nicht unbedingt nötig ist. Dann verlangt § 25 TDDDG keine Einwilligung. Eine Datenschutzerklärung braucht die Website trotzdem.
Brauche ich für Google Fonts ein Cookie-Banner?
Werden die Schriften direkt von Google-Servern geladen, wird die IP-Adresse an Google übertragen; das ist datenschutzrechtlich riskant. Die einfache Lösung ist, die Schriften selbst zu hosten. Dann fällt dieser Punkt weg.
Kann ich Google Maps ohne Einwilligung einbinden?
Eine eingebettete Karte lädt Inhalte und setzt Daten von Google, bevor jemand klickt. Ohne Einwilligung geht das in der Regel nicht. Ein Kartenbild mit Link zur Routenplanung erfüllt denselben Zweck ohne Banner.
Was kostet es, eine Website ohne Cookie-Banner umzubauen?
Das hängt davon ab, was die Banner-Pflicht auslöst. Oft sind es nur Schriften, eine Karte und ein Statistik-Dienst; das ist eine Sache von Stunden. Bei einer neuen Website von ahrweb ist es ohnehin Teil des Pakets, ab 1.690 € Festpreis.
Was soll Ihre Website können?
Zwei, drei Sätze zu Ihrem Vorhaben genügen. Im kostenlosen Erstgespräch klären wir den Umfang; danach erhalten Sie Ihr Angebot mit Festpreis und Online-Datum.